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Neue Westfälische (Bielefeld): KOMMENTAR Neue Feindseligkeit gegen Asylbewerber Erbärmlich MATTHIAS BUNGEROTH

Bielefeld (ots)

Heute vor genau 21 Jahren begannen die rassistischen Ausschreitungen gegen Asylbewerberheime im Rostocker Stadtteil Lichtenhagen. Sieht man die Bilder der aggressiven Stimmung am neu eingerichteten Asylbewerberheim in Berlin-Hellersdorf, ist die Erinnerung an die Ereignisse von damals nicht weit. Doch: Lichtenhagen darf sich nicht wiederholen. Vom Mob der Straße durch Fenster geworfene Molotowcocktails hatten in Rostock Wohnungen in Brand gesetzt, in denen sich schutzlose Menschen befanden. Sie entgingen nur knapp dem Tode. Bundespräsident Joachim Gauck rief anlässlich des 20. Jahrestages der Ausschreitungen 2012 dazu auf, Fremdenfeindlichkeit und Ignoranz die Stirn zu bieten. Die aktuellen Ereignisse zeigen, dass dieser Appell dringlicher ist denn je. Aus den Ereignissen der Vergangenheit sind vielerorts noch nicht die richtigen Lehren gezogen worden. Es ist unsere Pflicht als Rechtsstaat, Menschen, die aufgrund der politischen Ereignisse wie etwa in Syrien oder Afghanistan in ihrer Heimat um ihr Leib und Leben fürchten müssen, die Chance auf ein Asylverfahren zu eröffnen, das nach den geltenden Gesetzen entschieden wird. Dass sie heute aus den Fenstern ihrer Unterkünfte in ein Chaos aus Feindseligkeit blicken müssen, ist erbärmlich für unser Gemeinwesen.

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