Alle Storys
Folgen
Keine Story von Westdeutsche Allgemeine Zeitung mehr verpassen.

Westdeutsche Allgemeine Zeitung

WAZ: Das Dilemma der Nato. Kommentar von Knut Pries zur Ukraine-Krise

Essen (ots)

Was die brisante Frage einer Mitgliedschaft der Ukraine anlangt, hat die Nato bislang Glück gehabt: Noch ist aus ihren Fehlern keine aktuelle Entscheidungsnot und damit potenzielle Verschärfung des Konflikts mit Russland geworden. Das könnte sich rasch ändern. 2008 verstieg sich die Nato zur Festlegung, die Ukraine werde eines Tages ihr Mitglied sein, wenn sie es denn wolle. Aber unter Präsident Janukowitsch definierte sich das Land als blockfrei, hielt Distanz zur Nato. Es mehren sich die Zeichen, dass mit der neuen Regierung in Kiew und angesichts des ukrainisch-russischen Bruchs das Thema wieder akut wird. Ein Beitrittsgesuch würde die Nato zwingen, sich zwischen Prinzip (freie Wahl des Bündnisses) und politischer Klugheit (keine Provokation Putins) zu entscheiden. Dabei kann sie nur verlieren - die Nato hat jedes Interesse daran, das Dilemma zu vermeiden und Kiew vom Aufnahme-Antrag abzuhalten.

Pressekontakt:

Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Zentralredaktion
Telefon: 0201 - 804 6519
zentralredaktion@waz.de

Original-Content von: Westdeutsche Allgemeine Zeitung, übermittelt durch news aktuell

Weitere Storys: Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Weitere Storys: Westdeutsche Allgemeine Zeitung
  • 02.12.2014 – 19:03

    WAZ: Machtpoker um die Pipeline. Kommentar von Walter Bau zum Stopp für South Stream

    Essen (ots) - In Mülheim produzieren sie erst mal wie geplant die Stahlrohre, und in Brüssel bei der EU laufen die Beratungen über die russische Gaspipeline South Stream weiter. Tatsächlich ist kurz nach dem von Moskau verkündeten Stopp nicht abzusehen, ob das Milliardenprojekt tatsächlich am Ende ist - oder ob es sich um eine Kurzschlusshandlung vom Kremlchef ...

  • 01.12.2014 – 19:01

    WAZ: Ein Konzern zerlegt sich selbst. Kommentar von Ulf Meinke zum Umbau von Eon

    Essen (ots) - Kohle, Gas und Kernkraft - das war einmal die alte Eon-Welt. Damit soll bald Schluss sein: Künftig will sich Eon auf Geschäfte rund um die erneuerbaren Energien konzentrieren. Die Energiewende verändert das Unternehmen mehr, als es zu erahnen war. Der Konzern mit seinen 60000 Beschäftigten wird in absehbarer Zeit zweigeteilt. 40000 Mitarbeiter bleiben ...