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Schwäbische Zeitung: Gemeinsame Interessen gesucht - Ein Kommentar zur aktuellen Lage Russlands und der Nato

Ravensburg (ots) - Russland wird nicht das neue Großmanöver nutzen, um die osteuropäischen Nato-Mitglieder anzugreifen. Derlei Sorgen sind völlig unbegründet. Abgesehen davon, dass Russland nicht die nötigen Ressourcen hätte, um sich mit Polen und den baltischen Staaten militärisch anzulegen, dürfte Präsident Putin auch gar kein strategisches Interesse an einer Konfrontation haben. Denn der interne, propagandistische Effekt eines direkten Konflikts mit dem Westen wäre nicht groß genug, um dessen massive politische Kosten aufzuwiegen.

Auch kann es Russland niemand verbieten, Manöver selbst mit den bizarresten Szenarien abzuhalten. Das wahre Problem liegt woanders: Es sind die Demonstrationen der militärischen Stärke auf beiden Seiten, die oft zu Beinahe-Zusammenstößen von Militärflugzeugen und Kriegsschiffen führen. Die Kommunikationskanäle zwischen Moskaus Generälen und der Nato müssen besser werden, um eine Eskalation zu verhindern. Würden die Militärs noch gemeinsame Interessen finden, etwa im Kampf gegen den IS in Syrien, wäre das ein erster Schritt zum Wiederaufbau des beschädigten Vertrauens.

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