MDR Mitteldeutscher Rundfunk

MDR KULTUR gewinnt Deutschen Radiopreis 2017: "Glänzend gemachte Reportage"

NDR Fernsehen DEUTSCHER RADIOPREIS 2017, am Donnerstag (07.09.17) um 22:00 Uhr. Preisträger der Kategorie "Beste Reportage" Susann Krieger, MDR (v.l.: Günther Jauch (Laudator), Susann Krieger. © NDR/Morris Mac Matzen, honorarfrei - Verwendung gemäß der AGB im engen inhaltlichen, redaktionellen Zusammenhang mit genannter NDR-Sendung bei ...

Leipzig (ots) - In der Kategorie "Beste Reportage" wurde Autorin Susann Krieger für ihr Feature "Gedoptes Gold - Wie aus Heidi Andreas wurde" am Donnerstagabend, 7. September, in der Hamburger Elbphilharmonie mit dem renommierten Preis ausgezeichnet.

Bei den Leichtathletik-Europameisterschaften im Sommer 1986 holte die DDR-Sportlerin Heidi Krieger die Goldmedaille im Kugelstoßen. Heute gibt es Heidi Krieger nicht mehr. Die Europameisterin hat sich entschieden, als Mann weiterzuleben. Aus Heidi wird Andreas Krieger. Die Reportage zeichnet sensibel den Leidensweg nach. Erst nach der Wende erfährt Krieger, dass er mit sogenannten unterstützenden Mitteln gedopt wurde.

"Der Autorin gelingt es, die Geschichte des systematischen Dopings im DDR-Sport mit ihrer ganz persönlichen Perspektive zu verbinden, denn Susann Krieger ist die Schwester von Andreas. Trotzdem wahrt sie die journalistische Distanz. Eine glänzend gemachte Reportage", heißt es in der Begründung der Jury. Der Preis wurde von Laudator Günther Jauch überreicht.

"Dass wir die Jury mit dieser sehr persönlichen Geschichte überzeugen konnten, freut uns sehr", sagt MDR-Programmdirektorin Nathalie Wappler Hagen. "Um ein so sensibles und noch immer brisantes Thema wie Doping überzeugend zu erzählen, braucht es Raum und natürlich Talent, Leidenschaft und Engagement, was Susann Krieger eindrucksvoll bewiesen hat."

"Ich freu' mich natürlich für mich, für meine Arbeit, aber noch mehr auch für meinen Bruder, für den Mut, den er hatte, die Geschichte noch mal zu erzählen", sagte Susann Krieger nach der Preisverleihung. Die Annäherung an ihre Schwester bzw. ihren Bruder mit ihrem Feature öffentlich zu machen, sei ihr zunächst nicht leicht gefallen: "Ich hatte anfangs Beklemmung, diese Geschichte zu erzählen. Aber dann fand ich es wichtig, weil es ja eine von vielen Geschichten ist, wie es damals den Doping-Geschädigten gegangen ist. Und es ist auch ein Grund, zu schauen, was ist heute los im Leistungssport."

Das Feature wurde am 6. August 2016 bei "MDR KULTUR - Das Radio" gesendet und ist aktuell verfügbar auf www.mdr-kultur.de.

Die Autorin ist gebürtige Berlinerin. Seit 2002 arbeitet sie als freie Autorin für verschiedene ARD-Rundfunkanstalten sowie als Klavierpädagogin. "Gedoptes Gold - Wie aus Heidi Andreas wurde" ist ihr Erstlingswerk für MDR KULTUR.

MDR bereits zweimal für Reportagen ausgezeichnet

Zweimal wurde der MDR bereits in der Kategorie "Beste Reportage" mit dem Radiopreis ausgezeichnet: 2013 gewannen Andreas Herrler und Michael Kaste von MDR INFO mit einer Reportage über ihre Entdeckungsreise durch Polen. Gleich im folgenden Jahr holten auch Karoline Scheer und Gerald Perschke von MDR SPUTNIK den Preis für ihre Reportage über die Ausbreitung der Droge Crystal Meth in Sachsen und Sachsen-Anhalt.

Ein Preis für Qualität

Seit 2010 arbeiten private und öffentlich-rechtliche Programme beim Deutschen Radiopreis eng zusammen. Ausgezeichnet werden herausragende Leistungen, die die Vielfalt und das Potenzial des Mediums zeigen. Das Interesse an dem renommierten Preis war in diesem Jahr größer als je zuvor: Es sind insgesamt 381 Bewerbungen von 127 Radioprogrammen eingegangen, 2016 war es 360.

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MDR, Hauptabteilung Kommunikation, Birgit Friedrich,
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