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Alles anders auf dem Land: "ZDF.reportage" reist durch die Provinz

Alles anders auf dem Land: "ZDF.reportage" reist durch die Provinz
Dieses Haus fiel an den Staat, die Erben wollten es nicht. Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/7840 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: "obs/ZDF/Rita Stingl"

Mainz (ots) -

Viele träumen vom Landleben und sehnen sich zurück aufs Dorf, weil 
dort alles besser, sauberer und natürlicher sei. Doch wie sieht die 
Realität aus? Vielerorts machen sich die Landbewohner Sorgen: Was 
ist, wenn der Landarzt in Rente geht, der Bäcker aufhört und kein Bus
mehr fährt? Die "ZDF.reportage" begibt sich am Sonntag, 17. September
2017, 18.00 Uhr, auf eine "Reise durch die Provinz". Die ZDF-Autoren 
Rita Stingl und Leo Spors stellen fest: "Alles anders auf dem Land". 

Auf ihrer Reise durch strukturschwache Gegenden im Westen der 
Republik erfahren die Filmautoren einerseits von den Nöten der 
Dorfbewohner und erleben andererseits viel Aufbruch und 
Gemeinschaftssinn. Die Menschen auf dem Land lassen sich einiges 
einfallen, um ihre Dorfgemeinschaft am Leben zu erhalten: Die 
Freiwillige Feuerwehr Üdersdorf stemmt sich zum Beispiel mit witzigen
Ideen gegen ihre Nachwuchsprobleme. Die Feuerwehrchefs Mike und 
Thomas gehen auf "Haustür-Tour", um neue Mitglieder zu werben. Als 
Motivation verschenken sie einen roten Eimer - den braucht man 
möglicherweise, wenn keine freiwilligen Helfer kommen. 

Die Westpfalz gilt als strukturschwache Gegend, hat kaum Industrie. 
Die Jungen ziehen oft in die Stadt - der Arbeit hinterher. Viele alte
Häuser stehen leer, werden nicht mehr gebraucht. Gerade ältere 
Gebäude im Dorfkern finden keinen Abnehmer mehr, sind 
renovierungsbedürftig und verfallen. Auch die Erben haben an ihnen 
oft kein Interesse mehr - und am Ende muss der Staat einspringen. 
Alle Kosten wie Winterdienst und Sicherung hat dann das Land 
aufzubringen. Denn die Preise sind am Boden - ein Verkauf ist kaum 
möglich, oft bleibt nach jahrelangem Leerstand nur der Abriss. 

Mehr als die Hälfte der Deutschen lebt in Dörfern und Kleinstädten. 
Doch was tun gegen den Sog der Städte? Wer geht, wer bleibt - wie 
geht es weiter auf dem Land?

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