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Wolfgang Bosbach über Weidel-Eklat: "ganz schlechte Kopie"
Interview in SWR3 zum vorzeitigen Abgang von Alice Weidel (AfD) im ZDF-Talk "Wie geht's Deutschland?"

SÜDWESTRUNDFUNK Wolfgang Bosbach - Interview in SWR3 © SWR/Deutscher Bundestag/Renate Blanke, honorarfrei - Verwendung gemäß der AGB im engen inhaltlichen, redaktionellen Zusammenhang mit genannter SWR-Sendung und bei Nennung "Bild: SWR/Deutscher Bundestag/Renate Blanke" (S2). SWR-Presse/Fotoredaktion, Baden-Baden, Tel: 07221/929-22453, ...

Baden-Baden (ots) - CDU-Politiker Wolfgang Bosbach reagierte im SWR3 Interview auf den gestrigen ZDF-Talk (5.9.), in dem AfD-Spitzenkandidatin Alice Weidel die Talkrunde frühzeitig verlassen hatte. Auf die Frage, ob er kopiert worden sei, antwortet Bosbach: "Das bedaure ich sehr, wenn es eine Kopie war oder gewesen sein sollte. Dann wär es eine ganz, ganz schlechte Kopie gewesen."

Wolfgang Bosbach über den Unterschied beim Talk-Abgang Bosbach sieht deutliche Unterschiede zwischen seinem Abgang vor einigen Wochen und dem Alice Weidels in der gestrigen Sendung: "Ich bin ja nicht gegangen, weil mir Wortmeldungen anderer Gesprächsteilnehmer nicht gefallen haben, sondern wegen des unsäglichen Verhaltens von Frau Ditfurth während der gesamten Sendung [...]. Und Frau Weidel ist ja gegangen, als sie aufgefordert wurde, sich von Gauland und Höcke zu distanzieren und das wollte sie nicht. Dann ist sie gegangen." Ähnliche Auftritte während des verbleibenden Wahlkampfs erwartet Bosbach nicht. "Das glaube ich schon deshalb nicht, weil das Publikum ein sehr feines Gespür dafür hat, ob es echte Empörung war, wie bei mir, oder ob es Schauspielerei war. Das fällt dann sofort auf und hat dann eine eher negative Wirkung", begründet Bosbach seine Meinung.

Eklat statt Sachpolitik? Für Bosbach ist Weidels Verhalten darum reines Kalkül: "Frau Weidel hat ihr Ziel vermutlich erreicht, denn immer dann, wenn es in der Republik flächendeckend Empörung über die AfD gibt - meistens zu Recht - dann führt das natürlich dazu, dass die AfD nur noch interessanter wird für andere und dass sie wieder einmal in den Medien erscheint. So nach dem Motto 'Wenn wir mit ruhiger Sachpolitik nicht durchdringen, dann mit Eklat'."

Bosbach und Weidel: Abgang in Talkrunden Wolfgang Bosbach (CDU) hatte im Juli vorzeitig eine TV-Talkrunde bei "Maischberger" verlassen, nachdem er sich über die Gesprächsteilnehmerin Jutta Ditfurth empörte. Im ZDF-Talk "Wie geht's Deutschland?" am 5. September 2017, moderiert von Marietta Slomka, verließ Alice Weidel (AfD) die Runde vorzeitig.

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