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Westfalenpost: Der Glanz ist verblasst

Hagen (ots)

Obama ist ein Jahr im Amt - und reifer geworden
Von Jörg Fleischer
Heute ist Barack Obama ein Jahr US-Präsident. An die Stelle vieler 
Hoffnungen ist Realismus getreten. Die Euphorie über den 
Weltenretter, der so oft mit John F. Kennedy verglichen wurde, ist 
verflogen. Die Wirklichkeit hat Barack Obama eingeholt. Er steht 
inmitten der Niederungen der Weltpolitik.
 Der Glanz des Hoffnungsträgers ist verblasst. Aber dieser junge 
Präsident ist reifer geworden. Er lächelt selten, seine Miene ist oft
ernst. Die Probleme sind zu groß. Wirtschaftskrise, Rückschläge in 
der Klimapolitik, der verlustreiche Afghanistan-Krieg und das Ringen 
um seine Gesundheitsreform machen Barack Obama zu schaffen. Schlimmer
noch: Amerika verliert an Einfluss. Die Konsequenz daraus ist: Die 
Weltmacht muss lernen, dass die Krisen dieser Erde nur gemeinsam zu 
bewältigen sind. Barack Obama hat das von Anfang an so gesehen. 
Deshalb sollten wir Europäer, allen voran wir Deutschen, froh sein, 
diesen Präsidenten an unserer Seite zu haben. Nach den schwierigen 
Jahren mit George W. Bush hat Barack Obama der transatlantischen 
Partnerschaft neues Leben eingehaucht. Und nach nur einem Jahr ist es
ihm gelungen, seinem Land zu einem besseren Ansehen in der Welt zu 
verhelfen.
 Dabei musste Obama bereits manche Bürde schultern. Der 
Friedensnobelpreis, der ihm viel zu früh verliehen wurde, ist eine 
solche. Der Friedensnobelpreisträger muss Krieg führen, ob er will 
oder nicht. Der Anti-Terror-Kampf an vielen Fronten ist das schwere 
Erbe seines Vorgängers Bush. Obama musste es antreten. Im Irak und in
Afghanistan. Keines dieser Probleme ist wirklich gelöst.
 Doch Obama handelt richtig, wenn er besonders Afghanistan zu seiner 
Sache macht. Denn am Hindukusch entscheidet sich, wie wehrhaft die 
Staatengemeinschaft im Kampf gegen den Terror wirklich ist.

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Telefon: 02331/9174160

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