Alle Storys
Folgen
Keine Story von Weser-Kurier mehr verpassen.

Weser-Kurier

Weser-Kurier: Kommentar von Frauke Fischer über per Internet mobilisierte Massen

Bremen (ots)

Als soziale Netzwerke noch nicht erfunden waren oder in den Kinderschuhen steckten, verbreiteten sich Gerüchte und Geschichten nur langsam und vom Hörensagen. Irgendwann wurden die abstrusesten in Büchern als "urbane Legenden" zusammengetragen. Es blieb Zeit genug für Gegenrecherche, kritische Distanz, Bestätigung oder Dementi. Die Spinne in der Yuccapalme, die als ein Paradebeispiel von Schau(d)ermärchen galt, hat aber längst ausgedient. Statt Kopfschütteln und gesunder Skepsis mobilisieren Meldungen in sozialen Netzwerken Massen in einer solchen Geschwindigkeit, dass für die kritische Nachfrage "Moment! Wer sagt denn das?" weder Zeit noch Anlass zu sein scheinen. Das ist gefährlich. Bis der Wahrheitsgehalt bestätigt oder eine Falschmeldung entlarvt ist, kann viel passieren. Das zeigen die Demonstrationen in vielen Städten in den vergangenen Tagen. Dabei ist es gleichgültig, welche Bevölkerungsgruppe sich aufstacheln lässt. So komfortabel die sozialen Netzwerke sein mögen, so anfällig machen sie auch. Eigenverantwortung und kritische Distanz sind gefragter denn je.

Pressekontakt:

Weser-Kurier
Produzierender Chefredakteur
Telefon: +49(0)421 3671 3200
chefredaktion@Weser-Kurier.de

Original-Content von: Weser-Kurier, übermittelt durch news aktuell

Weitere Storys: Weser-Kurier
Weitere Storys: Weser-Kurier
  • 22.01.2016 – 20:31

    Weser-Kurier: über den niedersächsischen Landesrechnungshof schreibt Peter Mlodoch:

    Bremen (ots) - Schon bei der Neubesetzung des Postens für den obersten Datenschützer des Landes lieferten sich rot-grüne Koalition und schwarz-gelbe Opposition in Niedersachsen ein unwürdiges Geschacher. Erst nach einem quälenden Hickhack einigten sich die Parteien vor einem Jahr auf die Regionsdezernentin ...

  • 22.01.2016 – 20:30

    Weser-Kurier: Über den Mittelmeer-Einsatz der DGzRS schreibt Silke Hellwig:

    Bremen (ots) - Die Frage liegt nahe: Warum rettet die DGzRS nicht da, wo sich täglich Hunderte Menschen in Lebensgefahr begeben? 2015 kamen im Mittelmeer laut UN fast 3800 Flüchtlinge ums Leben, vor allem Kinder. Hätte man den dreijährigen Aylan Kurdi nicht retten können, retten müssen, indem gewissermaßen alles, was schwimmen und bergen kann, ans Mittelmeer ...

  • 22.01.2016 – 20:28

    Weser-Kurier: Über Wert von Statistiken schreibt Peter Hanuschke:

    Bremen (ots) - Im Industrie-Ranking ist Bremen im Vergleich mit anderen Standorten in Deutschland 2014 um drei Plätze zurückgefallen. Das hatte die Handelskammer für Bremen und Bremerhaven kürzlich ermittelt - bezogen auf die Umsatzerlöse. Dafür wurden Zahlen des Statistischen Bundesamtes zugrunde gelegt. Ist diese schlechtere Platzierung nun ein Grund, um in ...